Der Wolf, den du fütterst
Der Wolf, den du fütterst
Vor ein paar Tagen wurde ich an eine Parabel erinnert, die tief in mir nachhallt.
Sie wird dem Cherokee-Volk zugeschrieben und hat eine starke Verbindung zu meiner Arbeit.
Während ich darüber nachdachte, kamen Erinnerungen. Als Teenager schenkte mir meine Mutter ein Buch mit Parabeln der amerikanischen indigenen Kultur, das ich sehr mochte. Ein Mann sagte einmal zu mir, ich hätte Squaw-Blut. Ich wünschte, es wäre so. Später, in meinen frühen Zwanzigern, reiste ich während einer dreimonatigen Rucksacktour durch die USA nach New Mexico, in die Nähe von Albuquerque – in der Hoffnung, diesem besonderen Spirit zu begegnen. Ich hatte keine großen Erwartungen, und doch war es sehr traurig.
Nun aber zur Parabel:
Eines Abends erzählte ein alter Cherokee den Kindern von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt. Er sagte:
„In uns allen leben zwei Wölfe, die miteinander ringen.
Der eine Wolf ist dunkel. Er steht für Wut, Neid, Angst, Eifersucht, Sorge, Schmerz, Gier, Hochmut, Selbstmitleid, Schuld, Vorurteile, Minderwertigkeit, Lügen, falschen Stolz und Ego.
Der andere Wolf ist hell. Er verkörpert Freude, Mut, Frieden, Liebe, Hoffnung, Zuversicht, Demut, Güte, Großzügigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Gelassenheit.“
Die Kinder dachten einen Moment nach und fragten dann:
„Welcher Wolf gewinnt?“
Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“
Wow. Diese Wahrheit ist in ihrer Schlichtheit fast unerträglich.
Aber was bedeutet sie für meine Arbeit?
Gerade in Zeiten, in denen zahllose Kontexte unsere Gedanken und Gefühle überwältigen – zu viel, das wir nicht schnell genug ändern können, zu viel, das uns und unser Verantwortungsgefühl belastet, zu viele Zusammenhänge, die sich widersprechen und doch verwoben sind – wenn wir am liebsten rufen würden: „Ich kann nicht mehr! Ich weiß nicht einmal, wovor ich zuerst Angst haben soll.“ Dann ist der dunkle Wolf so viel näher.
Aber genau dann können wir entscheiden, wer wir sein wollen.
Wir können unseren inneren Kompass stärken, um wieder klar zu sehen.
Wir können innere Entscheidungen treffen, um in äußeren Entscheidungen wieder Freude zu finden.
In einer Welt, die an Hyperkontextualisierung leidet, können wir uns mutig neu ausrichten und Kraft in uns selbst finden.
Durch die fünf essenziellen Mutebenen meiner Arbeit:
Der Mut, sich selbst zu erkennen, der Mut, sich zu verändern, der Mut, verletzlich zu sein, der Mut, zu handeln und der Mut, den Kurs zu halten
Ich biete einen tiefgehenden, ehrlichen Prozess, um dich wieder mit dir selbst zu verbinden – damit du mit Klarheit und Mut voranschreiten kannst.